Haut und Knochen – Teil 11

Und dann brach der mediale Sturm los. Nein, die örtlichen Blättchen, die der PR-Berater Schreiner nach bestem Wissen und vorhandenem Gewissen eingespannt hatte, die von existenzängstlichen Chefredakteuren in Absprache mit den Anzeigenabteilungen auf Linie gebrachten Tageszeitungen, deren Personalmenge in direkter Relation zur Anzahl der AMEK-Anzeigen stand, die verhielten sich brav. Als man aber dem charmanten Marketing-Chef, zuständig für Europa, Afrika und den mittleren Osten, die wichtigste Tagespresse zum späten Frühstück reichte, da fiel ihm buchstäblich das Croissant aus der manikürten Hand: Das führende Boulevardblatt hatte die Geschichte mit den gefundenen Teilen zum Aufhänger gemacht. Die Überschrift lautete schlicht: „Igitt – Leichenteile im Möbelmarkt!!!“ Abgebildet war eine Schublade, in die der versierte Fotograf zu Illustrationszwecken ein gutes Pfund sauber eingeschweißtes Hack appliziert hatte. Die ehrlichen Finder – Herr und Frau Lehrer hatten dann doch auf den Einkaufsgutschein verzichtet und stattdessen eine nette Aufwandsentschädigung von der Redaktion bezogen – schilderten die Angelegenheit in den schillerndsten Farben, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass es ja wohl Aufgabe der AMEK-Leute sei, ihren Kindern solche Anblicke zu ersparen. » ganz lesen

publiziert am 04.04.14 in Einzelteile ¦ 281x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Clooney wechselt

Bitte lesen Sie die Clooney-Geschichten in Zukunft in der Rainer’schen Post.

publiziert am 02.04.14 in Windhund namens Clooney ¦ 512x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Unser Tölenalltag

clooneyZugegeben, so ganz richtig oft findet der beispielhafte, hier geschilderte Alltag nicht statt. Dafür ist der Job eines Freiberuflers zu unstet. Selbst wenn er wie ich vorwiegend von Zuhause aus arbeitet. Zwar ist Clooney ziemlich gut als Bürohund, aber eben noch nicht in fremden Büro oder den anderen Orten, an denen ich meine Kunden treffe. In der Verwaltung, in der Claire arbeitet, ist er dagegen nicht nur ein braver Köter, sondern auch der Schwarm der Kolleginnen. Deshalb geht er in der Regel einmal in der Woche – so sagen wir – “arbeiten”. Dann fährt morgens mit Claire und hat sein Hauptqurtier in ihrem Büro, wo er dann seinen Fans Audienzen gibt. Nicht ohne vorher in der ersten Etage die obligatorischen Leckereien abzugrasen. Trotz allem schält sich jetzt, wo die wesentlichen Standardkommandos sitzen und die welpische Hektik nachlässt, eine Art Tölenalltag heraus. » ganz lesen

publiziert am 30.03.14 in Windhund namens Clooney ¦ 303x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Komma acht, Komma eins (3)

zx81Im Dezember 1980 wurde mein Sohn geboren. Rosenmontag 1981 starb meine Mutter. Wir übernahmen ihre Wohnung in Pempelfort, das Vierte, in dem ich mich von meinem zehnten bis zu meinem dreiundzwanzigsten Lebensjahr rumgetrieben hatte. Da die Mutter meines Sohnes schnell wieder eine gut dotierte Stelle gefunden hatte, wurde ich zum hauptberuflichen Vater und Hausmann. Geld war trotzdem knapp, also nahm ich eine Nachtarbeit an. Es war nicht ganz einfach, die Stelle zu bekommen, denn die Landeszentralbank (LZB) verlangte nicht nur ein polizeiliches Führungszeugnis, sondern die Beleumundung durch mindestens zwei Bürgen. Außerdem gestaltete sich der Weg zum Vorstellungsgespräch im Gebäude an der Berliner Allee schwierig – noch immer herrschte die Paranoia gegenüber “den Terroristen”, und gerade Finanzinstitute schienen besonders bedroht. Im Foyer wurde ich fast eine halbe Stunde festgehalten, dann mit einem Sicherheitstyp im Aufzug nach oben eskortiert. Dort war eine weitere Anmeldung, wo ich noch einen Zettel ausfüllen und unterschreiben musste. » ganz lesen

publiziert am 27.03.14 in Stadtgeschichten ¦ 361x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schwimmende Windhunde

clooney_schwimmtUnter Windhundfreunden kursiert gelegentlich die Aussage, die meisten Windhunde könnten nicht schwimmen. Nun geht unser Sloughi-Kerl ziemlich gern ins Wasser – besonders in den Rhein. Da war uns klar, dass es gut wäre, genau zu wissen, ob Clooney schwimmen kann. Aber: Was heißt das überhaupt “kann nicht schwimmen”? Es geht um die Frage, wie der Hund reagiert, wenn er im Wasser den Boden unter den Pfoten verliert. Ein befreundeter Hundehalter gab uns den Tipp, einfach mal mit Clooney zum Gangwerk zu gehen, da könnten wir mit Hilfe einer Physiotherapeutin herausfinden, wie sich die Töle im Nassen verhält. » ganz lesen

publiziert am 23.03.14 in Windhund namens Clooney ¦ 397x gelesen ¦ 2 x kommentiert

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