Geschichten aus dem Januar 2012
Die Parkbuchten in der stillen Straße, in der Robert wohnt, sind senkrecht zum Bürgersteig angebracht, und die Mehrheit der Autofahrer parkt rückwärts ein. Direkt vor dem Hauseingang sieht er jetzt aber die Motorhaube eines dunkelblauen Phaeton. Er tritt hinaus. Da sitzt einer junger blonder Typ mit schlimmer Sonnenbrille am Volant, neben ihm eine Gestalt, die ihm bekannt vorkommt. Klar, denkt er, das ist doch der Inhaber, dieser Deutschdäne mit dem komischen Namen. Møre Åkelomme steigt aus und winkt ihm zu: “Kommen Sie rein, Herr Hauptkommissar, ich möchte mit Ihnen reden.” Und hält ihm die hintere Wagentür auf. Der junge Chauffeur ist ausgestiegen und steht rauchend in der Gegend rum. “Das ist schön, dass Sie zu mir kommen, Herr Åkelomme. Mich interessiert eigentlich nur eins: Wissen Sie wo, die Herren Benzani und Nahash sind? Wann haben Sie zuletzt Kontakt mit denen gehabt? Auf welchem Wege?” Der Däne grinst verlegen: “Fragen über Fragen. Gestatten Sie mir dass ich ein wenig aushole?” .: mehr :.
Am Morgen fühlt sich Robert erfrischt. Über Nacht ist ein deutliche Brise aus Nordost aufgekommen, eine ungewöhnliche Wettersituation in der Stadt. Kühl ist der Wind, und er hat die breiige Hitze aus der Stadt geweht. Er steht auf der Terrasse, eine Tasse Kaffee in der Hand. Riecht noch Elle an sich, die fest schläft. Wie meistens hatte sie Recht: Er sollte wieder mit der Erfahrung seiner Berufsjahre arbeiten, mit seiner bewährten Intuition.
Die sagt ihm schon seit dem Zeitpunkt, an dem er die Ermittlungen aufgenommen hat, dass überhaupt nur vier oder fünf Personen, möglicherweise als Täter mit Helfern, in Frage kommen. Einer davon ist der Feuerkünstler Lorenzo Bhy, der nach seinem Geständnis in Untersuchungshaft sitzt. Nur wenn feststünde, dass das Attentat auf das Wohnmobil am Ufer und der Anschlag auf die Bombar miteinander zusammenhängen, wäre der verdächtig. Und dann auch nur als Killer im Auftrag irgendwelcher finsteren Mächte. Natürlich fällt ihm, während er sich von der kühlen Luft beflügeln lässt. Cooka Jones ein. Wenn William Williams die Wahrheit gesagt hat, dann ist der geheimnisvolle Abwesende der Täter. Und die beiden Betreiber der Bar? Die sind spurlos verschwunden, und es gibt Millionen Gründe, warum zwei Gastronomen, die für obskure Hintermänner arbeiten, auf die Idee kommen könnten, ihren Laden in die Luft zu jagen. .: mehr :.
