Die Seite 11

Schlafende Hunde (15)

Der Golden Retriever ist ein intelligenter, freudig arbeitender Hund, dem auch extreme, nasskalte Witterungsbedingungen nichts ausma-chen. Dem steht allerdings eine relativ starke Empfindlichkeit hin-sichtlich hoher Temperaturen gegenüber. Grundsätzlich ist die Rasse ruhig, geduldig, aufmerksam und niemals aggressiv. Sein Schutztrieb ist im Vergleich zu anderen Hunderassen – wenn überhaupt – nur rudimentär entwickelt. Das unter Retriever-Haltern bekannte Sprichwort: „Ein Golden vertreibt keinen Einbrecher; stattdessen freut er sich über den Besuch und hilft jenem die Wertsachen aus dem Haus zu tragen“ kennzeichnet die meisten Hunde dieser Art recht gut. Wie nahezu jede Hunderasse kann auch der nicht erzogene bzw. nicht fachmännisch zur Jagd ausgebildete Golden Retriever zum Wildern oder Streunen neigen. Allerdings ist er meist nicht wildscharf.

Schnell waren meine Gedanken bei Friederike, und ich frage mich, warum. Denn Männer denken normalerweise nicht an Frauen, mit denen sie was hatten, die aber verschwunden sind. Was weg ist, ist weg. Und: die Nächste, bitte… Frauen sind da ganz anders: Hatte man mehr als zwei- oder dreimal Sex mit ihnen, betrachten sie die Sache als Beziehung mit Potenzial in Richtung Liebe. Geht man auseinander ohne abschließende Diskussion, entwickeln sie einen starken Drang zur Klärung. Inzwischen hatten Maya und ich die Richtung gewechselt und kamen zuhause an. » ganz lesen

publiziert am 09.10.15 in Schlafende Hunde ¦ 657x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schlafende Hunde (14)

Der Yorkshireterrier ist ein winziger Wolf im winzigen Schafspelz. Er ist ein echter Terrier, mutig, mit einer Schnauze voller spitzer Zähne. Trotz seines heutigen Lebens als Luxushund hat er noch viel von seinen Ahnen geerbt: Diese waren Ungeziefervertilger und Wettobjekte im Kampf Hund gegen Ratten. Natürlich ist er heute in erster Linie ein ausgesprochen liebenswerter Hausgenosse, aber auch ein passabler, aufmerksamer Wachhund, selbst von größeren Hunden oder fremden Menschen lässt er sich nicht weiter beeindrucken. Da es ihm nicht an Selbstsicherheit fehlt, gefällt sich der Yorkshireterrier im Ausstellungsring, wo er durchaus die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken versucht.

Dafür war ich dann morgens um halb sechs hellwach und stocknüchtern. Nach einer guten Dusche nahm ich Maya an die Leine. Zweiundneunzig Stufen abwärts. Aus der Tür, rechts rum, denn sie wusste ihren Weg. Im Park steuerte ich das Ende der großen Wiese an. Ich ließ Maya von der Leine. Sie schoss los, drehte ein paar richtig schnelle Runden und kam fröhlich hechelnd zurück zu der Bank, auf der ich mich niedergelassen hatte in der frühen Morgensonne, die hinter dem Dunst ihr Bestes gab. Ich drehte mir eine Zigarette von dem staubtrockenen Tabak, den ich in einer Schublade gefunden hatte, und rauchte sie in ein paar Sekunden weg. Mein Hund war inzwischen auf Erkundung. Es war ein friedlicher Augenblick, und ich war nicht allein. » ganz lesen

publiziert am 07.10.15 in Schlafende Hunde ¦ 661x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schlafende Hunde (13)

Im Süden Italiens hütet der Cane Corso sehr oft noch Rinder und Schafe. Er wird aber auch als Schutz- und Wachhund sowie als Polizeihund eingesetzt. Das ist aber eher die Ausnahme, denn die meisten Cane Corso sind Begleithunde und erfreuen den Besitzer in der Freizeit. Die imposante Erscheinung, sein angenehmes Wesen und seine Kinderfreundlichkeit haben den familien-bezogenen Hund in Italien viele Liebhaber finden lassen. Fremden gegenüber ist er zurückhaltend, besitzt aber eine hohe Reizschwelle. Mit anderen Hunden hat er kaum Probleme, wenn er im Welpenalter den Umgang mit anderen Hunden gelernt hat. Auf die Prägung und Sozialisierung des Welpen ist wie bei allen großen Hunderassen in den ersten 14 Wochen besonders Wert zu legen. Er ist ein intelligenter und bewegungsfreudiger Hund, der oft in seinem Bewe-gungsdrang gebremst werden muss. Besonders beim Spielen kann man sein Temperament erleben. Das Zentrum einer Großstadt ist für einen Cane Corso ebenso ungeeignet wie die Haltung in einer kleinen Wohnung.

Yvonne empfing mich im weißen Sommerfähnchen auf der Terrasse. Sie erhob sich mir zu Ehren und stutzte gleich ein bisschen als sie Maya sah. Mein Lieber, säuselte sie und bot mir die Wangen für Bussis dar. Meine Liebe, konterte ich und schmatzte sie links und rechts. Dein Hund? Ja, das ist Maya, die hab ich aus Spanien mitgebracht. Ah ja, kommentierte Yvonne, und ich dachte, du hättest es nicht so mit Hunden. Korrekt, gab ich zurück, aber das hat sich geändert, eine lange Geschichte, weißt du… Sie nahm das erst einmal hin, bot mir einen Platz am Tisch unter der Kastanie an und rief nach Concepta. Die peruanische Dienstmagd freute sich tierisch mich zu sehen. Mit spitzen Entzückensschreien warf sie sich auf Maya, die keine Zeit hatte, zu entkommen. Nachdem sie mehrfach auf spanisch zum Ausdruck gebracht hatte, was für ein wunderbarer Hund das sei, nahm sie die Order ihrer Herrin entgegen. Minuten später servierte sie ein kühles Getränk aus mir unbekannten Zutaten und baute je eine Porzellanschüssel mit Dosenfutter und Wasser vor Maya auf. Isse ßu dünn, bemerkte sie noch und verzog sich ins Haus. » ganz lesen

publiziert am 05.10.15 in Schlafende Hunde ¦ 298x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schlafende Hunde (12)

Der American Staffordshire Terrier ist in den USA beheimatet. Ziel der Zucht war nicht mehr, wie beim Englischen Staffordshire Terrier, ein Kampfhund, sondern ein reiner Familienhund, mit möglichst hoher Toleranz gegenüber Kindern. Aufgrund dieser mittlerweile sprichwörtlichen Gutmütigkeit hat der Hund in den USA auch den Ehrennamen Nursery Dog (Kindermädchenhund) bekommen. Die Voraussetzungen zu diesem Zuchtschwerpunkt waren bereits in England gelegt worden, da der Staffordshire Terrier in einer Zuchtlinie als Kampfhund gezüchtet wurde, gleichzeitig in den ärmeren Schichten als Familienhund auf beengtem Wohnraum gehalten wurde. Der American Staffordshire Terrier hat keine Anlagen zur übersteigerten Aggression. Er ist meist Familienfreundlich. Ausdauernd, mutig, seinem Besitzer treu ergeben, guter Wachhund, anhänglich, ungestüm, sehr verspielt. Aufgrund seiner hohen angezüchteten Toleranz ist er Kindern gegenüber sehr geduldig, vor allem wenn er aus guter Zucht stammt. Wenn man ihn gut und konsequent erzieht, kann diese Rasse sehr viel lernen.

Wenn man einen Kontinent bereist oder wenigstens einen prägnanten Teil eines Kontinents, wenn man also eine Rundreise macht, dann bleiben die Wendepunkte am ehesten haften. Dieser Effekt scheint dafür verantwortlich zu sein, dass es Scharen von Europäern ans Nordkap treibt, wo sie dann im Nebel stehen und Richtung Pol starren. Klevere Marketingmenschen in der Tourismusbranche wissen das und platzieren daher diverse Land’s Ends und Finisterres an den Enden ihrer Länder. Das Land ist zu Ende, wo das Meer beginnt – und umgekehrt. Man steht an einem solchen Endzipfel und wünscht sich aufs Meer, um dann einen Endzipfel auf der anderen Seite des Ozeans zu entdecken. » ganz lesen

publiziert am 03.10.15 in Schlafende Hunde ¦ 319x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schlafende Hunde (11)

Der Boxer soll nervenstark, selbstbewusst, temperamentvoll, freund-lich und ausgeglichen sein. Durch ihre relativ hohe Reizschwelle sind sie bei entsprechender Sozialisation Kindern sehr zuverlässige Spielgefährten. Der boxertypische Überschwang passt aber nur zu hunde-erfahrenen Kindern. Bei der Erziehung ist zu beachten, dass er durchaus seinen eigenen Kopf hat. Mit Gewalt lässt sich beim ihm nichts erreichen, wohl aber mit Geduld, da er ansonsten schnell die Mitarbeit verweigert. Geschlechtsgenossen gegenüber kann es vorkommen, dass er sich unleidlich verhält. Insgesamt ist der Boxer jedoch ein Hund, der wegen seines außergewöhnlich gutmütigen Wesens für erfahrene Hundehalter sehr geeignet ist.

Nein, auf meine Eskapaden bin ich nicht stolz. Im Gegenteil, eigentlich ist und war mir mein Verhalten an der Costa Blanca peinlich. Und ein schlechtes Gewissen hatte ich, denn bei halbwegs nüchterner Betrachtung wurde mir klar, dass ich dem Vorwurf, ich sei schwanzgesteuert, in jenen Tagen nicht wirklich etwas hätte entgegensetzen können. Auf den Etappen von Badeort zu Badeort habe ich intensiv mit Maya darüber debattiert und schließlich versucht, das virulente Mann-Frau-Problem, für das ich keine Lösung hatte, einmal aus der Hundeperspektive zu betrachten. Maya war als stolze Spanierin nicht besonders kommunikativ im Umgang mit anderen Hunden. Oder sagen wir: Sie war erheblich selektiv. Begegneten wir beispielsweise einem aus meiner menschlichen Sicht tollen Hund, einem knackigen Boxer zum Beispiel, konnte es sein, dass Maya ihn offensiv ignorierte, sich weder beschnüffeln ließ noch ihrerseits die Nase zur Beurteilung des Gegners einsetzte. Andererseits konnte eine Prome-nadenmischung von der Größe, Form und Farbe eines Meerschweinchens sie in Verzückung versetzen. Manchen anderen Hund betrachtet sie offensichtlich als Beute und erhoffte sich, dass dieser Reißaus nehmen möge, damit sie ihn jagen könnte. Stolze Rüden ließ sie gnädig eine Duftprobe an ihrem hinteren Ende nehmen, Hündinnen ihrer Couleur verscheuchte sie mit kleinen fiesen Bissen. Ein Muster war nicht zu erkennen. » ganz lesen

publiziert am 01.10.15 in Schlafende Hunde ¦ 1215x gelesen ¦ noch kein Kommentar

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