Die Seite 13

Schlafende Hunde (7)

Der Shar Pei ist ein Hund mit einem sehr individuellen Charakter. Er ist friedlich und freundlich unter der Bedingung, dass es auch die Menschen zu ihm sind. Zuhause fühlt er sich im Kreis aller Fami-lienmitglieder am wohlsten. Er liebt seine Familie, obwohl er eigent-lich ein typischer Einmannhund ist. Zu Fremden ist er sehr zurück-haltend und reserviert. Seine stolze Natur verträgt keinen Zwang, Schulung oder Dressur, obwohl er sich bereitwillig allen Kom-mandos fügt. Mit Geduld, sanfter aber konsequenter Erziehung erreicht man bei ihm sehr viel. Der Chinesische Standard hat auf sehr bunte Weise sein Aussehen beschrieben: Ohren wie Muschelchen, die Nase wie ein Schmetterling, der Kopf groß wie eine Melone – Großmuttergesicht, der Hals wie beim Nilpferd, das Hinterteil wie beim Pferd und die Beine wie beim Drachen.

Das Haus in Portugal. Es wird für mich immer das Haus in Portugal bleiben, auch wenn ich nie wieder dorthin kam. Ein Haus, das man sich ausdenkt, wenn die Erschöpfung groß ist, wenn nur noch der Wunsch da ist, fern von allem zu entspannen, bei der Natur zu sein, aber mit Komfort und gutem Wetter. Nein, ich werde den Teufel tun und verraten, wo das Haus in Portugal ist. Ohne meinen Tipp wirst du es nie finden, also vergiss es einfach. Frag doch Wilhelm oder Yvonne. » ganz lesen

publiziert am 17.09.15 in Schlafende Hunde ¦ 700x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schlafende Hunde (6b)

Sie schwieg. Friederike, warum erzählst du mir das? Sie blickte mich erstaunt an: Weil wir jetzt ein Paar sind und du mich doch kennen lernen musst. Außerdem erzählt man sich doch unterwegs was, oder? Ich nickte, obwohl mir ihre Annahme, wir seien jetzt ein Paar, Unbehagen machte. Plötzlich wieder Teil eines Paares? Das war ja genau das, was ich nicht wollte, das zu vermeiden war ja der Grund für diese Reise. Und jetzt hatte mich eine Frau mit einem Hund einfach so adoptiert. Wie konnten wir ein Paar sein, wenn wird doch noch nicht einmal miteinander geschlafen hatten? Aber, während sie weiter schwieg und in die spanische Nacht fuhr, dämmerte mir, dass ihre Geschichte nichts anderes als die Vorbereitung auf diesen ersten gemeinsamen Sex sein musste. Dass sie mich vorbereiten wollte. Frauen erzählen oft von sich, wenn sie vermeiden wollen, im sprachlosen Umgang missverstanden zu werden. Frauen erzählen immer, um damit etwas zu erreichen. Aber bisher war ich nur Frauen begegnet, die mich mit einer Geschichte anmachen wollten, die Erregung erzielen wollten. Wie Scheherazade, die ja in Wirklichkeit mit ihren Geschichten nicht die eigene Hinrichtung hinauszögern wollte sondern kein anderes Mittel hatte, den Scheich dazu zu bringen, sie zu vögeln. » ganz lesen

publiziert am 13.09.15 in Schlafende Hunde ¦ 469x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schlafende Hunde (6a)

Der Galgo wurde ursprünglich zwar für die Hasenjagd gezüchtet, kann aber auch auf Kaninchen und Wildschweine angesetzt werden. Er jagt mit den Augen und fängt seine Beute durch seine extreme Schnelligkeit und seine blitzschnellen Wendungen. Aufgrund dieser Schnelligkeit wird er auch bei Windhundrennen eingesetzt. Charak-terlich ist er im allgemeinen ruhig und zurückhaltend, wenn er Zu-trauen gefasst hat aber sehr anhänglich und auf seine Bezugsperson fixiert. Dem Galgo sind Aggressionen fremd, bei Bedrohungen rea-giert er in der Regel mit Flucht. Er ist rassetypisch im Haus sehr ru-hig, im Freien entwickelt er, je nach Erziehung einen mehr oder we-niger ausgeprägten Jagdinstinkt und ein feuriges Temperament. Der Galgo Español ist sehr intelligent, mutig, für einen Windhund gut erziehbar und recht pflegeleicht. Im Allgemeinen ist der Galgo als sehr sanft und gutmütig zu bezeichnen.

Aber, und das weiß jeder, der nicht mit seiner Sandkastenliebe zusammen geblieben ist, sich verlieben heißt noch lange nicht, sich zu lieben. Zumal unterwegs. Jede Reise bringt Veränderungen der Perspektive mit sich. Du hockst auf dem Fahrersitz und treibst den Karren über die Straße. Du freust dich an der Bewegung, nimmst wahr wie die Fahrbahn auf das Auto wirkt, siehst das Licht kommen und gehen, wenn du unter einer Brücke hindurch oder durch einen Tunnel fährst, dann spürst langsam, dass der Wagen stehen bleibt in Raum und Zeit und sich die Szenerie um dich herum in Bewegung gerät. Das Fahrerhaus wird zur Raumkapsel, du bist vom Rest der Welt vollständig abgeschottet, von deiner Vergangenheit und von deiner Zukunft. Und dann bemerkst du plötzlich die Frau an deiner Seite, in die du verliebt bist, und die wünschst dir, ihr müsstet nie wieder anhalten, könntet einfach so weiter reisen, und die Zeit bliebe stehen. » ganz lesen

publiziert am 11.09.15 in Schlafende Hunde ¦ 378x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schlafende Hunde (5)

Der Weimaraner ist bei entsprechender Dressur ein vielseitiger und leichtführiger Jagdhund, der seine ihm gestellten Anforderungen im Feld, Wasser und Wald sowohl vor, als auch nach dem Schuss souverän meistern kann. Trotz dieser Vielseitigkeit verfügt der Weimaraner über rassespezifische Eigenschaften, die von Kennern bzw. Liebhabern der Rasse geschätzt werden, aber Interessenten unbedingt vor einer Kaufabsicht bekannt sein sollten. Zunächst zeichnet den Weimaraner eine manchmal fast aufdringliche Anhänglichkeit gegenüber seinem Führer und den ihm bekannten Personen aus. Hieraus resultiert die außerordentliche Leichtführigkeit der Rasse sowie seine unermüdliche Bringfreude und leichte Abrichtbarkeit insgesamt. Charakteristisch für den Weimaraner ist als Ausfluss der engen Bindung an Personen, Familie und Haus des Besitzers zudem der meist angewölfte Schutztrieb. Gerade diese rassespezifische natürliche Anlage, die den Weimaraner auch für den Schutzdienst geeignet erscheinen lässt, muss aber sowohl bei der Dressur als auch bei der Haltung berücksichtigt werden, wenn es nicht zu ernsten Problemen kommen soll. Schließlich sind es diese geistig-seelischen Eigenschaften des ohnehin nicht extrem frühreifen Weimaraners gepaart mit einer durchweg hohen Intelligenz, auf die ein Führer seine Ausbildung abstimmen muss. Auf stupides Pauken reagiert er daher nicht selten mit Arbeitsverweigerung. Ein Weimaraner will respektiert, konse-quent aber liebevoll behandelt und nicht zum bloßen Befehlsempfänger degradiert werden.

Bis zu diesem Tage hatte ich von meiner Platinum Card nie viel Aufhebens gemacht und sie eigentlich auch nie benutzt. Ich bin in diesem Punkt konservativ und der Ansicht, dass nur Bares Wahres ist. Und wenn überhaupt, dann setze ich diese etwa protzige Kreditkarte nur so ein, dass es möglichst niemand mitbekommt. Angesichts des tobenden Hotelstrietzels, der offensichtlich keine Scheu hatte, eine Frau zu schlagen, zückte ich mein Portemonnaie, grub die Karte aus, hielt sie ihm hin und sagte: Die Rechnung bitte. » ganz lesen

publiziert am 09.09.15 in Schlafende Hunde ¦ 457x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schlafende Hunde (4)

Im Charakter ist der Wolfsspitz ein sehr wesensstarker und instinktsi-cherer Hund mit starkem Nervenkostüm und ausgeglichenem Wesen. Sein Temperament ist immer genau der Situation angepasst. Im all-gemeinen ist der Wolfsspitz leicht erziehbar. Das stolze, selbstbe-wusste und selbstständige Wesen verträgt aber absolut keinen Drill oder sturen Zwang. Geduld, Einfühlungsvermögen, liebevolle Konsequenz in der Erziehung belohnt der Wolfsspitz aber mit Treue, Schutzbereitschaft und unverbrüchlicher Freundschaft. Erste Versuche mit Wolfsspitzen als Blindenführhunde sind erfolgreich.

Wer hat eigentlich den Spruch zu verantworten, dass der Hund der beste Freund des Menschen ist? Derjenige muss äußerst geräusch- und geruchsunempfindlich sein. Ich würde jedenfalls einem Kumpel, der permanent Geräusche macht und vor sich hin müffelt, bald die Freundschaft kündigen. Zumal wenn er zudem noch dauernd um meine Aufmerksamkeit buhlt und mich unterwürfig anschaut. Das waren jedenfalls meine Überlegungen als ich einen Campingplatz am Ufer der Loire ansteuerte, immer noch Oscars Fiepen im Ohr und seinen Kötergeruch in der Nase. Man hatte die Schranke geschlossen. Im Container des Platzwartes schien niemand zu sein. Also stieg ich aus. Erst höre ich ein Geräusch, das zum Knurren wurde, dann spürte ich etwas Scharfes an und in meiner rechten Wade. Da hing ein weißer Spitz, der es auf Wadenhackfleisch abgesehen hatte. Es tat sehr weh. Hinter dem Container erschien ein Männlein, das sich in aller Ruhe den Hosenstall zuzog und mich auf Französisch ansprach. Ich vermute, er sagte: Der tut nichts, der will bloß spielen. Zum Glück hatte die Töle mich nur gezwickt, aber in der Nacht juckte die Stelle, an der mich das Vieh erwischt hatte, schon sehr. Aus irgendeinem unfranzösischen Grund hatte ich damit gerechnet, dass der Kretin sozusagen als Schmerzensgeldersatz den Schlagbaum zum Campinggelände öffnen würde, aber er wiederholte seinen scharfen Spruch und verpisste sich samt bissigem Vieh in seine Baracke. Mir blieb nur der U-Turn und die Suche nach einer Stelle, an der ich in Frieden meine Wunde lecken und schlafen könnte. Und die zog sich über weitere vierzehn Stunden hin. » ganz lesen

publiziert am 07.09.15 in Schlafende Hunde ¦ 512x gelesen ¦ noch kein Kommentar

blättern: « 1 ... 10 11 12 13 14 15 16 ... 80 »