Die Seite 22

Schlafende Hunde (Schluss)

Obwohl die Herkunft des Old English Sheepdogs als Großbritannien registriert ist, ist es wahrscheinlicher, dass seine Vorfahren eine Kombination der europäischen Schäferhunde Owtcharka und Bergamasco mit den Schäferhunden von Großbritannien sind. Er wird jetzt als eine ursprüngliche britische Rasse angesehen und häufig auch Bobtail genannt. Kräftig, kompakt und reichlich behaart; sein Fell ist ein auffälliges Merkmal und wetterabweisend. Er ist im wesentlichen ein Landhund, intelligent und freundlich; er hat ein auffällig klangvolles Bellen, welches ausreicht Eindringlinge abzuschrecken. Der Bobtail ist einkräftiger, quadratisch aussehender Hund, sehr symmetrisch, Gesundheit und Leistungsfähigkeit zeigend. Auf keinen Fall ist er hochläufig oder überall üppig behaart. Er ist ein anpassungsfähiger Hund mit ausgeglichenem Wesen, kühn, treu und zuverlässig, ohne jegliches Zeichen von Nervosität oder unbegründeter Aggressivität.

Und sobald mein Schädel wieder mit der klaren Hamburger Luft in Berührung kam, klärten sich auch meine Gedanken und Gefühle. Zwei Stunden später saß ich im ICE, dieses Mal im Großraumwagen der Ersten Klasse, weitab von anderen Reisenden, die ich mit meinem Suffgeruch hätte abschrecken können. Ich ließ mir alle halbe Stunden einen Pott Kaffee und eine Flasche Wasser sowie ein Aspirin bringen und war auf Höhe von Hamm in Westfalen wieder einigermaßen beieinander. Ich begann im Hirn an der Rede zu schreiben, die ich Friederike halten würde, quasi ein Antrag, in dem Floskeln wie „für immer“ und „bis an mein Lebensende“, aber auch „gemeinsame Zukunft“ und „größte Liebe“ vorkamen. Von Treue wollte ich sprechen und davon, dass ich endlich erwachsen genug für eine ernsthafte Bindung sei. Dass ich mit ihr überall hingehen würde. Und ich auf den tollen Job in Bremen verzichten würde, wenn sie nicht mit dorthin gehen wolle. Dass natürlich ein zweiter Hund her müsse. Nur das Thema Fortpflanzung, das sparte ich in meinem virtuellen Manuskript aus – ich wollte es ja auch nicht übertreiben. » ganz lesen

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publiziert am 19.11.15 in Schlafende Hunde ¦ 1280x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schlafende Hunde (24)

Der Springer Spaniel ist alten und reinen Ursprungs, älteste der Gundog-Rassen. Ursprünglicher Zweck war das Finden und Aufjagen des Wildes bei der Netzjagd, der Jagd mit dem Falken oder dem Greyhound. Wird jetzt gebraucht, um Wild zu finden, hochzumachen und nach dem Schuss zu apportieren. Daher ist er als Stöber- und Apportierhund auch im Hundesport gut einsetzbar. In der Vergangenheit sollte er das Wild in Stellnetze oder in offenes Gelände treiben, um es für die Windhunde und Falken jagdbar zu machen. Der Name leitet sich von der englischen Beschreibung ab: „This dog takes his name from ‚springing‘ the birds originally for the nets and later for the guns.“ Der English Springer Spaniel ist ein mittelgroßer Hund (ca. 51 cm). Er hat glatt anliegendes und dichtes Fell, das auch leicht wellig sein darf, mit mäßig befederten Fahnen. Ein edler, ausdrucksvoller Kopf mit klarer Abgrenzung der Blesse und hellwachen, sanften Augen runden das Bild ab. Die anerkannten Farben sind braun/weiß, schwarz/weiß, beide mit oder ohne loh. Er zeigt Passgang und bei flotter Bewegung einen weit ausgreifenden, freischwingenden Trab und liebt die Bewegung in Feld und Wald. Er ist nicht „Everybody’s Darling“, sondern schließt sich eng an seine Bezugsperson(en) an.

Das war neu. Wenn ich scharf auf eine Frau war und eine Verabredung mit ihr hatte, dann entwickelte ich bis zum Vollzug den Tunnelblick. Dann war die kommende Bettgenossin für ein paar Stunden – oder Tage, selten Wochen – die schönste und begehrenswerteste aller Frauen. Dann hatte ich weder Augen für eine andere, noch verschwendete ich einen Gedanken an irgendwelche anderen Damen. Nicht dass ich je ein besinnungsloser Jäger und Sammler gewesen wäre. Nein, irgendwelche Rekordversuche lagen mir immer fern, und nur ganz, ganz selten wechselte ich von einer zu anderen. Auch wenn es sich nur um eine Affäre handelte, so verstrich doch bis zur nächsten immer eine gewisse Weile, eine Art Trauerzeit. Zumal es meistens die Vertreterinnen des anderen Geschlechts waren, die mich abschossen, und es über all die Jahre kaum drei- oder viermal vorgekommen war, dass ich die temporäre Herzensfrau verließ. » ganz lesen

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publiziert am 08.11.15 in Schlafende Hunde ¦ 1389x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schlafende Hunde (23)

Der Foxterrier stammt, wie die meisten Terrier, aus England. Die Entwicklung der Rasse beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts in Großbritannien. Dort wird zunächst ein Glatthaar auf einer Hundeausstellung vorgestellt, dem erst in den 70er Jahren die drahthaarigen Foxterrier folgen. Der Foxterrier ist aktiv und lebhaft und vereint in kleinerem Rahmen Knochenstärke und Kraft. Er ist weder schwerfällig noch grob und vollkommen ausgewogen in der Gestalt, dies gilt insbesondere für das ausgeglichene Verhältnis von Schädel und Vorgesicht; ebenso sollten Schulterhöhe und die Körperlänge vom Schultergelenk bis zu den Sitzbeinhöckern annähernd gleich groß erscheinen. Im Stand, wie ein Jagdpferd mit kurzem Rücken viel Boden deckend. Der Foxterrier ist lebhaft, schnell in der Bewegung, mit durchdringendem Ausdruck, voll gespannter Erwartung bei der geringsten Herausforderung, sowie freundlich, aufgeschlossen und furchtlos.

Meine Familie hat mir immer nachgesagt, ich sei stur. Meine Familie? Viel ist davon nicht mehr übrig. Mein leiblicher Vater starb, da war ich sechzehn, der Stiefvater, der meine Mutter nicht lang nach der Hochzeit wegen einer Jüngeren verlassen hatte, ist nun auch schon ein paar Jahre tot. Mutti ist vor zehn Jahren gestorben, und mein Bruder Rüdiger ist ausgewandert, wer weiß wohin. Den Kontakt zu den vielen Onkeln und Tanten, Cousins und Cousinen habe ich eher unbewusst mit meinem Eintritt ins Berufsleben abgebrochen oder auslaufen. Und ob irgendwo auf dem Globus noch Menschen herumlaufen, die irgendwie mit mir verwandt sind, interessiert mich nicht. Genauso wenig wie es mich interessiert, ob mich irgendwelche Leute für stur halten. Wenn überhaupt, dann bin ich auf eine pragmatische Art stur. Also nicht verbohrt. Es ist eher so: Wenn ich in einer Sache weiß, was ich will, ein Ziel habe, dann steuere ich das natürlich konsequent an. Stehen mir Wände im Weg, gehe ich da nicht mit dem Kopf durch. Nein, ich umgehe Mauern oder klettere drüber. Bisweilen grabe ich auch einen Tunnel, um solch ein Hindernis unterirdisch zu überwinden. » ganz lesen

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publiziert am 04.11.15 in Schlafende Hunde ¦ 965x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schlafende Hunde (22)

Die Hunderasse Beagle ist ein englischer Jagdhund, der speziell für die selbstständige Treibjagd auf Hasen und Füchse gezüchtet wurde. Man zählt ihn auch zu der Gruppe der Hounds. Damit sind die Hunderassen gemeint, deren Ursprung auf die Treibjagd allgemein zurückgeht. Wie alle diese Hunderassen zeichnet er sich durch die herausragende Fähigkeit der Spurensuche aus. Beagle jagen hauptsächlich in der Meute und werden, im Gegensatz zu den Foxhounds, zu Fuß begleitet. Daher wurde er auch als der Treibhund der armen Leute bezeichnet, was aber so nicht ganz stimmt. Selbst die englische Königin Victoria besaß mehrere Beagle-Meuten. Den Ursprung dieser Hunderassen vermutet man in Frankreich im Bereich der Normandie. Von dort aus soll er nach England gelangt und dann erst zu den verschiedenen Hunderassen der Hounds ausgebaut worden sein. Erstmal erwähnt wurde der Begriff Beagle bereits im 16. Jahrhundert. Damals wurde der Begriff beagling als eine Form der Hundejagd in einer Meute geprägt. Beagles sind fröhliche, relativ anspruchslose und sehr gutmütige Hunde. Diese Eigenschaften bedingen ihre oftmalige Verwendung als Versuchstiere. Als Meutehunde sind sie ausgesprochene Rudeltiere und benötigen die Gesellschaft anderer Hunde.

Und dann kam doch noch ein Anruf. Aus Bremen. Ob ich auch in Kaffee machen könne. Gefragt von einer schneidenden Herrenstimme, Typ Kasernenhof. Scharf sei sein Name, sagte die Stimme, und er sei verantwortlich für das Rekrutieren eher erfahrener Manager. Wann ich denn mal vorbeischauen könne. Sofort, entgegnete ich, und erntete einen zischenden Lacher. Also, morgen um vierzehnhundert, bellte Herr Scharf und nannte mir eine Adresse am Rande der Autobahn. Schatz, rief ich Friederike zu, die immer noch im Bett lag, Maya zu ihren Füßen, und in einer Frauenzeitschrift blätterte, ich fahr morgen nach Bremen, man interessiert sich für mich. Sie gab einen unbestimmten Laut von sich, und die Hündin brummte nur dazu. » ganz lesen

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publiziert am 28.10.15 in Schlafende Hunde ¦ 1207x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schlafende Hunde (21)

Die Deutsche Dogge vereinigt in ihrer edlen Gesamterscheinung bei einem großen, kräftigen und wohlgefügten Körperbau Stolz, Kraft und Eleganz. Durch Substanz, gepaart mit Adel, Harmonie der Er-scheinung, einer wohlproportionierten Linienführung sowie ihrem besonders ausdrucksvollen Kopf wirkt sie auf den Betrachter wie eine edle Statue. Sie ist der Apoll unter den Hunderassen. Die deutsche Dogge ist in der Regel sehr gutmütig, liebevoll und anhänglich gegenüber Personen der Familie, auch gegenüber den Kindern; gegenüber fremden Personen etwas verschlossen, reserviert und manchmal auch etwas misstrauisch. Diese gutartigen Riesen scheinen sich ihrer Größe und Kraft gar oftmals nicht bewusst zu sein und wirken manchmal sogar etwas tollpatschig..

Der Herbst hatte die Stadt im Griff, alle Farbe war aus den Straßen verschwunden, ein nasskalter November stand vor der Tür. Wir hatten nichts zu tun, und wir taten nichts. Standen spät auf, frühstückten lange. Redeten ein bisschen belanglos miteinander. Gingen vormittags abwechselnd mit dem Hund raus. Friederike las sich durch meine dürftige Büchersammlung, ich saß viel am PC und surfte sinnlos durchs Internet. Alle zwei Tage sah ich nach dem Kontostand und beobachtete das Guthaben beim langsamen Zusammenschmelzen. Dann kam der Mittwoch, an dem mir Friedrike dabei über die Schulter sah und fragte: Na, wie lange reicht’s noch? Ich überlegte kurz, ob sie es ernstgemeint hatte, da lachte sie kurz auf und sagte: Ist doch egal. Wieder dachte ich kurz nach, ob ich etwas entgegnen sollte, aber mir war klar, dass meine Reaktion bissig ausfallen und einen Streit provozieren würde. Also sagte ich nichts. Dabei war ich schon seit Wochen gereizt angesichts der Tatsache, dass Friedrike nicht nur nichts zum gemeinsamen Haushalt beisteuerte, sondern sich ganz grundsätlich aus den Finanzen heraushielt. » ganz lesen

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publiziert am 25.10.15 in Schlafende Hunde ¦ 789x gelesen ¦ noch kein Kommentar

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