Die Seite 34

Haut und Knochen – Teil 3

Irgendwas läuft hier ganz grundsätzlich schief, dachte sie, während sie auf der Brille saß und noch ein wenig sinnierte. Wenn die Götter gewollt hätten, dass Robert und ich hier gemeinsam einziehen, dann hätten sie schon dafür gesorgt, dass der Umbau reibungslos läuft. Als sie nach dem Abputzen den Kopf hob, blickte sie in das breite Grinsen eines großen Kerls, der in der Badezimmertür stand und auf den Absätzen wippte. » ganz lesen

publiziert am 07.01.14 in Einzelteile ¦ 473x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Prädikat schussfest

wecoWir sind ja leidgeprüft: Clooneys Vorgängerin, die schöne Galga Pina, war ein Panikhund. Das bedeutete nicht nur, dass sie bei Feuerwerk und Gewitter zitternd und hechelnd durch die Wohnung tigerte und nicht selten vor Angst das Parkett nässte, sondern dieselben Symptome schon bei ein wenig Wind und Regen, der an die Scheiben schlug, zeigte. Über die Jahre hat sich dieses Verhalten verschlimmert – so sehr, dass ich am Tag vor ihrem Tod bei einem wirklich schweren Gewitter fast zwei Stunde mit ihr im dunklen Keller verbracht habe. Aber Pinas Panik ist auch ein prima Lehrstück, wie Mensch und Hund sich aufschaukeln. In den letzten Jahren waren wir Menschen schon derart sensibilisiert, dass allein schon eine Wettervorhersage uns unruhig machte, weil wir an das zu erwatende Theater der Hündin dachten. Kaum einer kann sich die grundsätzliche Erleichterung darüber vorstellen, dass der nicht mehr ganz so kleine Clooney gegenüber jeglicher Kapriole des Wetters völlig neutral agiert. Ja, während Pina am Spaziergang im Regen keinen Spaß hatte, macht dem Sloughi-Bub das Wasser von oben gar nichts aus. » ganz lesen

publiziert am 02.01.14 in Windhund namens Clooney ¦ 481x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Stadthund, Landhund

clooney_portraitSo eine Töle wird nicht eingeschult, wechselt nicht auf eine weiterführende Schule, macht keine Lehre und studiert nicht, ergreift keinen Beruf, heiratet nicht und gründet keine Familie. So ein Köter lebt einfach. Bei dir, mit dir. Und im Gegensatz zu einem Menschen verändert sich dein Hund nach dem Erreichen des Erwachsenenalters über längere Zeit nur wenig. Und während es bei einem Menschenbaby Jahre dauert bis der Nachwuchs aus dem Gröbsten raus ist, wächst so ein Fifi rasend schnell und wird beinahe über Nacht erwachsen. Da muss man als Halter ganz schön aufpassen, dass man all die Phasen der Entwicklung überhaupt mitbekommt und so begleitet, dass der Fellträger optimal für Leben vorbereitet wird. » ganz lesen

publiziert am 20.12.13 in Windhund namens Clooney ¦ 516x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Haut und Knochen – Teil 2

Aber spätestens in der Küche ging es um die Dinge, um Material, um Produkte, um Qualität und um Handwerk. Elle verstand das Kochen grundsätzlich als Handwerk, also als den Vorgang, bei dem Menschen kraft ihrer Fähigkeiten Rohstoffe und Halbzeug in fertige, brauchbare Produkte verwandeln. Natürlich hatte sie Lévi-Strauss gelesen, „Das Rohe und das Gekochte“, und begriffen, dass die Zubereitung von Nahrung der erste zivilisatorische Akt des Menschen überhaupt war, ein sehr reales Tun jen-seits von Mythen. Überhaupt erschien ihr das Kochen als die realistischste Betätigung überhaupt. Dass ihr Phil nicht widersprach, lag wohl daran, dass er zum Kochen ein sehr sinnliches Verhältnis hatte, wie er zu jeder manuellen Tätigkeit ein sinnliches Verhältnis hatte. Zudem fehlte ihm die breite philosophische und theoretische Grundlage der promovierten Ökotrophologin. Er sah sich als Mann der Praxis und behauptete, die menschliche Kultur habe mit dem Zeitpunkt begonnen, als der erste Zimmer-mann eine Hütte gebaut habe, und der Clan nicht mehr auf trockene Höhlen angewiesen war. » ganz lesen

publiziert am 13.12.13 in Einzelteile ¦ 522x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Eine Frage der Leine

clooney_wasserDie süßen Kindertage sind vorbei. Das gilt für Hund und Herrschaft. Denn mit jetzt genau fünf Monaten geht die Welpenzeit langsam zu Ende. Tatsächlich wird Clooney noch zweimal an der Welpengruppe im Hundesportverein teilnehmen und dann im Januar zu den Junghunden wechseln. Dann ist es vorbei mit der wilden Balgerei, die in der Welpengruppe gut die Hälfte der einen Stunde auf dem Platz ausmacht. Vorbei ist es jetzt schon mit dem freien Laufen über die Wiesen – jedenfalls vorerst. Denn der Sloughi-Bun hat für sich entschieden, dass er nach der großen Freiheit nicht mehr an die Leine möchte. Seit drei, vier Wochen muss er eingefangen werden, wobei allerlei Tricks zum Einsatz kommen. Besonders verrückt ist das, wenn wir in einem umgitterten Hundeauslauf waren. Neulich dauerte es eine Stunde bis er sich überzeigen ließ, wieder angeleint mit seinem Menschen zu gehen. Beim Versuch, dem zu entgehen, gerät Clooney in einer Spirale, aus der nicht mehr herausfindet. » ganz lesen

publiziert am 04.12.13 in Windhund namens Clooney ¦ 584x gelesen ¦ noch kein Kommentar

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