Die Seite 42

Haut und Knochen – Teil 8

Siegbert Schaidler war berühmt dafür, die Motivation seiner Mitarbeiter durch das Zuteilen und Entziehen von Privilegien zu steuern. Das führte zu einigermaßen niedrigen Gehältern und sparte Zuschläge und Erfolgsprämien. So hatte er abgetrennte Räume in den Märkten einrichten lassen, wo die Abteilungsleiter gemeinsam speisten und dabei bedient wurden. Für jeden AMEKler war es ein erstrebenswertes Ziel, in diese Leitungskantine zu kommen. Von der Schaidler’schen Dienstwagenpolitik profitierten dagegen schon die kleineren Angestellten. Denn wer mindestens vier Leute unter sich hatte, der bekam ein Firmenauto. Die Liste begann beim Smart, natürlich in den Unternehmensfarben lackiert und mit dem AMEK-Logo versehen, ging entsprechend der Hierarchie über Klein- und Mittelklassenwagen und endete beim Luxusauto nach Wahl für Topmanager. Zu denen zählten auch die Leiter der Filialen. Vor allem aber wurde jeder Führungskraft ein persönlicher Parkplatz am jeweiligen Markt zugeteilt – je höher derjenigen stand, desto näher lag der Platz am Eingang zum Bürotrakt.
So lenkte der Leiter einer AMEK-Filiale im nordöstlichen Ruhrgebiet seinen dunkelblauen A6 Avant im Morgendämmer auf die Parkfläche und steuerte seinen persönlichen Platz an. Er fand ihn durch eine längliche Holzkiste versperrt. Der Mann stieg aus und versuchte, das Hindernis beiseite zu schieben. Durch die Bewegung löste sich der Deckel und fiel zu Boden. Im Inneren fand der Marktleiter einen menschlichen Arm, wenn auch ohne Hand, verpackt in Holzwolle und im Zustand der beginnenden Verwesung. » ganz lesen

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publiziert am 16.02.14 in Einzelteile ¦ 700x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Geschlechtsreife Köter

clooney_schautDas ist ja nun ganz neu für uns, dass wir uns mit dem Sexleben der Hunde befassen müssen. Als wir Pina im Alter von 14 Monaten bekamen, war sie ja bereits sterilisiert. Diese Operation hatte aber dazu geführt, dass sie irgendwo zwischen den Geschlechtern lebte. Im Scherz sagten wir gelegentlich, sie sei ein Rüde „gefangen im Körper einer Hündin“. Denn sie legte allerlei Kerleverhalten an den Tag. So markierte sie ihr Revier nicht nur sorgfältig wie Hundemann, sondern hob beim Pinkeln in etwa drei Vierteln der Fälle das Bein. Auch im Kontakt mit Rüden benahm sie sich nicht selten eher wie ein Kollegin, denn wie ein schwaches Weib. Da sie aber ihrer Hormonmaschinerie beraubt war, konnten wir keine Erfahrungen rund um das Thema Läufigkeit sammeln. Und nun der Sloughi-Bub… » ganz lesen

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publiziert am 08.02.14 in Windhund namens Clooney ¦ 696x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Haut und Knochen – Teil 7

Dann hörte er den Schlüssel in der Tür. Elle kam herein mit dem Einkauf, küsste ihn rasch und verzog sich in die Küche. „Kannst ja mitkommen, wenn du quatschen willst“, sagte sie noch und begann damit die Sachen auszupacken. „Muss noch was fertigmachen“, brummte Greiper und blieb an Ort und Stelle.
Das Wochenende verlief weitgehend ereignislos. Elle hatte am Freitagabend etwas Exotisches zubereitet, etwas scharf Gewürztes, das er mit ein bisschen zu viel Bier löschen musste. Sie hatte von ihrem Besuch auf dem Hausboot berichtet, nicht aber von der Begegnung mit Phil. Dann hatten sie darüber diskutiert, ob der Umzugstermin überhaupt zu schaffen sei. Später waren sie ins Wohnzimmer übergesiedelt. Robert hatte sich für Barry White entschieden, und sie kuschelten sich aneinander als bräuchten sie beide Trost. Sie waren recht früh zu Bett gegangen, und Elle verführte ihn, denn so war das Sexualleben der beiden vorwiegend geregelt. » ganz lesen

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publiziert am 08.02.14 in Einzelteile ¦ 578x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Clooney, sieben Monate

clooney_7Nun ist er sieben Monate alt, der Sloughi-Bub, der uns eigentlich recht überraschend ins Leben schneite. Also, die Überraschung war nicht, dass wir zur Welpe kamen, sondern so schnell. Nachdem unsere Pina am 21.06.2013 ihren letzten Atemzug in unseren Armen getan hatte, waren wir uns zwar recht schnell einig, dass wir wieder einen Hund haben würden, aber eigentlich sollte ein wenig Zeit vergehen. Da ich die Hauptlast/-freude der Welpenerziehung tragen würde, hatte ich es mir so schön ausgerechnet, den kleinen Hundewurm anfangs des Frühjahrs aufzunehmen, um ihn in den Sommer hinein Richtung Hund zu formen. Das Schicksal in Form einer Geburtsanzeige war schneller. Und nachdem wir den H-Wurf der wunderbaren Sloughi-Zucht Sabiih al Sahra dann live in Bergheim bei den Arndts im Garten erlebt hatten, war es um uns geschehen. Klar war nun, dass wir unseren Mini-Sloughi Ende August mit in den Urlaub nehmen würden. » ganz lesen

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publiziert am 31.01.14 in Windhund namens Clooney ¦ 1004x gelesen ¦ 1 x kommentiert

Mensch, Hund!

clooney_elvisEin offensichtlich kluge Hundehalterin sagte dieser Tage im Auslauf: „Klar, vermenschliche ich meinen Hund manchmal. Aber ich weiß ja, dass ich es tue.“ Das ist vermutlich die optimal Aussage rund um das Thema „Vermenschlichung des Haushundes“. Puristen steinigen ja Köterfreunde, die über ihren Fiffi reden wie über ein Menschenkind. Dabei ist erwiesen, dass für viele, viele kinderlose Paare so ein Hund tatsächlich Kinderersatz ist. Und daran ist zunächst nichts auszusetzen, denn irgendwo muss jeder Mensch hin mit seiner Liebe – also der Liebe, die sich nicht auf den Partner, die Partnerin bezieht. Weil der Mensch nicht nur ein soziales Wesen ist – genau wie der familiäre Canis -, sondern auch allerlei hormonell getriebene Betüddelungs- und Kümmersymptome an den Tag legt, ist der Haushund dank der Art und Weise seiner Domestizierung die ideale Zielscheibe. So lange die Vermenschlichung im artgerechten Rahmen bleibt. » ganz lesen

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publiziert am 29.01.14 in Windhund namens Clooney ¦ 700x gelesen ¦ noch kein Kommentar

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