Die Seite 43

Clooney, sieben Monate

clooney_7Nun ist er sieben Monate alt, der Sloughi-Bub, der uns eigentlich recht überraschend ins Leben schneite. Also, die Überraschung war nicht, dass wir zur Welpe kamen, sondern so schnell. Nachdem unsere Pina am 21.06.2013 ihren letzten Atemzug in unseren Armen getan hatte, waren wir uns zwar recht schnell einig, dass wir wieder einen Hund haben würden, aber eigentlich sollte ein wenig Zeit vergehen. Da ich die Hauptlast/-freude der Welpenerziehung tragen würde, hatte ich es mir so schön ausgerechnet, den kleinen Hundewurm anfangs des Frühjahrs aufzunehmen, um ihn in den Sommer hinein Richtung Hund zu formen. Das Schicksal in Form einer Geburtsanzeige war schneller. Und nachdem wir den H-Wurf der wunderbaren Sloughi-Zucht Sabiih al Sahra dann live in Bergheim bei den Arndts im Garten erlebt hatten, war es um uns geschehen. Klar war nun, dass wir unseren Mini-Sloughi Ende August mit in den Urlaub nehmen würden. » ganz lesen

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publiziert am 31.01.14 in Windhund namens Clooney ¦ 1039x gelesen ¦ 1 x kommentiert

Mensch, Hund!

clooney_elvisEin offensichtlich kluge Hundehalterin sagte dieser Tage im Auslauf: „Klar, vermenschliche ich meinen Hund manchmal. Aber ich weiß ja, dass ich es tue.“ Das ist vermutlich die optimal Aussage rund um das Thema „Vermenschlichung des Haushundes“. Puristen steinigen ja Köterfreunde, die über ihren Fiffi reden wie über ein Menschenkind. Dabei ist erwiesen, dass für viele, viele kinderlose Paare so ein Hund tatsächlich Kinderersatz ist. Und daran ist zunächst nichts auszusetzen, denn irgendwo muss jeder Mensch hin mit seiner Liebe – also der Liebe, die sich nicht auf den Partner, die Partnerin bezieht. Weil der Mensch nicht nur ein soziales Wesen ist – genau wie der familiäre Canis -, sondern auch allerlei hormonell getriebene Betüddelungs- und Kümmersymptome an den Tag legt, ist der Haushund dank der Art und Weise seiner Domestizierung die ideale Zielscheibe. So lange die Vermenschlichung im artgerechten Rahmen bleibt. » ganz lesen

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publiziert am 29.01.14 in Windhund namens Clooney ¦ 739x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Haut und Knochen – Teil 6

Felsheimer tobte: „Verklagen! Wir werden dieses dreckige Arschloch verklagen! Was fragst du mich da erst? Ich lass mich doch nicht von so einem Schmierfinken öffentlich als schwul bezeichnen. Ist mir egal, dass das bloß auf irgendeiner Website steht, die kein Mensch kennt. Der kriegt ne Abmahnung, dass ihm die Tränen kommen, Streitwert mindestens 100.000 Euro! Mindestens!“ Seine fahle Gesichtshaut trug unregelmäßige Zornesflecken, die Adern an den Schläfen seines kahlen Schädels waren angeschwollen, und er stierte den jungen Mitarbeiter namens Raffael Weilch aus stahlharten Augen an: „Da hättest du Null auch selbst drauf kommen können. Wofür bezahle ich dich eigentlich? Fürs Bürostuhlvollfurzen?“ Der Frischling unter den Advokaten hockte auf dem Stuhl vor Felsheimers Schreibtisch und wippte auf den Absätzen. „Aber…“, begann er, doch sein Chef schnitt ihm das Wort ab. „Hör bloß auf. Und kannst du es bitte unterlassen, diese bescheuerten gelben Schuhe zu tragen? Ich krieg ne Allergie, wenn ich diese schwulen Treter sehe.“ » ganz lesen

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publiziert am 23.01.14 in Einzelteile ¦ 693x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Der Haushund: Umweltfreundlich wie ein SUV

hundekackeWie sagte mir mal ein sehr umweltbewusster und trotzdem völlig unfanatischer Mensch: Du kannst jeden Dreck machen, der das Ökosystem schädigt, du musst es nur bewusst tun. Was er in seiner Weisheit wohl meinte: Nur wenn man sich der Folgen des eigenen Tuns bewusst ist, kann man einschätzen, ob man es weiter betreiben will. Kaum ein Prozent aller hiesigen Hundehalter, schätze ich, sind sich bewusst, dass ihr Köter einen ökologischen Fußabdruck wie ein mittlerer Geländewagen hinterlässt. Das hat vor allem damit zu tun, dass der Canide an sich ja fleischfresser ist. Und – egal, ob er gebarft wird, aus der Dose oder dem Sack ernährt wird – dieser Fleischkonsum ist eigentlich ein ökologischer Wahnsinn. Wie groß dieser Wahnsinn ist, hat vor ein paar Jahren das neuseeländische Autorenpaar Brenda und Robert Vale in ihrem aufsehenerregenden Buch „Time To Eat the Dog“ berechnet. » ganz lesen

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publiziert am 19.01.14 in Windhund namens Clooney ¦ 1118x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Haut und Knochen – Teil 5

Eigentlich gab’s keinen speziellen Grund. Hab die Schule in der Elften ge-schmissen und wollte unbedingt eine Lehre machen. Ein guter Freund lernte Zimmermann, und da dachte ich, schön. Wo ich doch immer einen Faible für Holz hatte.“ Er lachte ein wenig unmotiviert und trank noch einen Schluck. „Ich mag Holz als Material auch sehr“, sagte Elle und strich sich eine imaginäre Strähne hinters Ohr. „Besonders bei Möbeln. Ich finde immer, dass es ein Frevel ist, schön gemasertes Holz zu lackieren.“ Phil nickte zustimmend. „Meine Güte, was habe ich schon Schränke abgebeizt. Es müssen Dutzende gewesen sein. Ich war in meinem Freundeskreis schon richtig verschrien dafür. Hey, du stinkst nach Beize, sagte meine beste Freundin immer, neue Antiquität im Haus?“ – „Du bist also auch handwerklich begabt?“ versuchte Phil die Konversation in eine andere Richtung zu lenken. „Nicht wirklich. Eher so die Frau fürs Grobe. Schon mal ne Mauer umnieten oder ‘nen Fußboden rausreißen…“ – „Und was machst du sonst so außer Abbeizen und Steineklopfen?“ Diese Frage hatte Elle gefürchtet. Immer wenn ein Mann eine Frau fragt, was sie denn so macht, bereitet er damit nur einen Sermon über seinen Job und vor allem den Erfolg darin vor. „Ernährungsberatung. Auf hohem Niveau…“ Sie lachte verlegen und nippte am Milchschaum. „Ich kann nicht kochen“, sagte Phil mit einem Grinsen, „aber prima essen.“ » ganz lesen

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publiziert am 18.01.14 in Einzelteile ¦ 706x gelesen ¦ noch kein Kommentar

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