Die Seite 29

Schlafende Hunde (5)

Der Weimaraner ist bei entsprechender Dressur ein vielseitiger und leichtführiger Jagdhund, der seine ihm gestellten Anforderungen im Feld, Wasser und Wald sowohl vor, als auch nach dem Schuss souverän meistern kann. Trotz dieser Vielseitigkeit verfügt der Weimaraner über rassespezifische Eigenschaften, die von Kennern bzw. Liebhabern der Rasse geschätzt werden, aber Interessenten unbedingt vor einer Kaufabsicht bekannt sein sollten. Zunächst zeichnet den Weimaraner eine manchmal fast aufdringliche Anhänglichkeit gegenüber seinem Führer und den ihm bekannten Personen aus. Hieraus resultiert die außerordentliche Leichtführigkeit der Rasse sowie seine unermüdliche Bringfreude und leichte Abrichtbarkeit insgesamt. Charakteristisch für den Weimaraner ist als Ausfluss der engen Bindung an Personen, Familie und Haus des Besitzers zudem der meist angewölfte Schutztrieb. Gerade diese rassespezifische natürliche Anlage, die den Weimaraner auch für den Schutzdienst geeignet erscheinen lässt, muss aber sowohl bei der Dressur als auch bei der Haltung berücksichtigt werden, wenn es nicht zu ernsten Problemen kommen soll. Schließlich sind es diese geistig-seelischen Eigenschaften des ohnehin nicht extrem frühreifen Weimaraners gepaart mit einer durchweg hohen Intelligenz, auf die ein Führer seine Ausbildung abstimmen muss. Auf stupides Pauken reagiert er daher nicht selten mit Arbeitsverweigerung. Ein Weimaraner will respektiert, konse-quent aber liebevoll behandelt und nicht zum bloßen Befehlsempfänger degradiert werden.

Bis zu diesem Tage hatte ich von meiner Platinum Card nie viel Aufhebens gemacht und sie eigentlich auch nie benutzt. Ich bin in diesem Punkt konservativ und der Ansicht, dass nur Bares Wahres ist. Und wenn überhaupt, dann setze ich diese etwa protzige Kreditkarte nur so ein, dass es möglichst niemand mitbekommt. Angesichts des tobenden Hotelstrietzels, der offensichtlich keine Scheu hatte, eine Frau zu schlagen, zückte ich mein Portemonnaie, grub die Karte aus, hielt sie ihm hin und sagte: Die Rechnung bitte. » ganz lesen

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publiziert am 09.09.15 in Schlafende Hunde ¦ 751x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schlafende Hunde (4)

Im Charakter ist der Wolfsspitz ein sehr wesensstarker und instinktsi-cherer Hund mit starkem Nervenkostüm und ausgeglichenem Wesen. Sein Temperament ist immer genau der Situation angepasst. Im all-gemeinen ist der Wolfsspitz leicht erziehbar. Das stolze, selbstbe-wusste und selbstständige Wesen verträgt aber absolut keinen Drill oder sturen Zwang. Geduld, Einfühlungsvermögen, liebevolle Konsequenz in der Erziehung belohnt der Wolfsspitz aber mit Treue, Schutzbereitschaft und unverbrüchlicher Freundschaft. Erste Versuche mit Wolfsspitzen als Blindenführhunde sind erfolgreich.

Wer hat eigentlich den Spruch zu verantworten, dass der Hund der beste Freund des Menschen ist? Derjenige muss äußerst geräusch- und geruchsunempfindlich sein. Ich würde jedenfalls einem Kumpel, der permanent Geräusche macht und vor sich hin müffelt, bald die Freundschaft kündigen. Zumal wenn er zudem noch dauernd um meine Aufmerksamkeit buhlt und mich unterwürfig anschaut. Das waren jedenfalls meine Überlegungen als ich einen Campingplatz am Ufer der Loire ansteuerte, immer noch Oscars Fiepen im Ohr und seinen Kötergeruch in der Nase. Man hatte die Schranke geschlossen. Im Container des Platzwartes schien niemand zu sein. Also stieg ich aus. Erst höre ich ein Geräusch, das zum Knurren wurde, dann spürte ich etwas Scharfes an und in meiner rechten Wade. Da hing ein weißer Spitz, der es auf Wadenhackfleisch abgesehen hatte. Es tat sehr weh. Hinter dem Container erschien ein Männlein, das sich in aller Ruhe den Hosenstall zuzog und mich auf Französisch ansprach. Ich vermute, er sagte: Der tut nichts, der will bloß spielen. Zum Glück hatte die Töle mich nur gezwickt, aber in der Nacht juckte die Stelle, an der mich das Vieh erwischt hatte, schon sehr. Aus irgendeinem unfranzösischen Grund hatte ich damit gerechnet, dass der Kretin sozusagen als Schmerzensgeldersatz den Schlagbaum zum Campinggelände öffnen würde, aber er wiederholte seinen scharfen Spruch und verpisste sich samt bissigem Vieh in seine Baracke. Mir blieb nur der U-Turn und die Suche nach einer Stelle, an der ich in Frieden meine Wunde lecken und schlafen könnte. Und die zog sich über weitere vierzehn Stunden hin. » ganz lesen

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publiziert am 07.09.15 in Schlafende Hunde ¦ 802x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schlafende Hunde (3)

Pudel sind intelligente Hunde, sehr lebendig, verspielt, lernwillig, kinderlieb, sportiv, sehr wachsam. Der Groß- bzw. Königspudel wird oft unterschätzt. Er ist in jeder Sparte des Hundesports einsetzbar. Königspudel werden als Blinden-, Katastrophen- oder sogar als Schutzhunde ausgebildet. Die meisten Pudelbesitzer sind sich auch einig, dass ein Pudel eine sehr stark ausgeprägte Individualität besitzt. Der Jagdtrieb, gerade beim Großpudel, sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Mit konsequenter Führung und richtiger Ausbildung können jedoch solche Triebe in richtige Bahnen gelenkt werden.

Und deshalb wohne ich jetzt zum ersten Mal ganz alleine; keine Frau im Haus, keinen Mitbewohner, keine WG-Genossen, keine Damen für zwischendurch im Bett. Ich. Ganz allein. Meine Wohnung. Mein Bett. Meine Küche, mein Wohnzimmer, meine Terrasse, mein Fernseher, meine DVDs, meine alten Schallplatten, meine Bücher, mein PC samt DSL und schlagmichtot… Mein wunderbares Bad. Meine morgendliche Schweigsamkeit, meine langen netten Abende mit mir selbst zu Gast, mein viel zu spätes Ins-Bett-Gehen, mein viel zu unregelmäßiges Essen, meine Menschenfeindlichkeit, mein Mangel an Ehrgeiz, meine Ruhe, mein Frieden. Im Büro rede ich ohnehin nur, wenn ich muss, ich pflege kaum Sozialkontakte mit den Kollegen, die über das hinausgehen, was ich meinem speziellen Job und meiner Position schuldig bin. Ich spreche nicht mit den Kassiererinnen im Supermarkt und beim Bäcker, und der Wirt in meiner Stammkneipe weiß sehr genau, wann er das Wort an mich richten darf und wann nicht. Es geht alles seinen schönen Gang. Meinen zweiundvierzigsten Geburtstag feierte ich ganz allein. Ich hatte Hardy vom Catering-Service meines Vertrauens gebeten, ein wunderbares Dinner für eine Person auf meiner Terrasse über den Dächern anzurichten und ihm zu diesem Zweck einen Wohnungsschlüssel übergeben. Ich hatte mir ausgebeten, dass alles vorbereitet zu sein habe, wenn ich gegen halb acht heimkäme, dass keiner seiner Leute mehr da zu sein habe und dass man mir eine Bedienungsanleitung hinlegen möge, sodass ich die restlichen Aufgaben eigenständig übernehmen könnte. Hardy ist ein Genie, so viel ist sicher, und Hardy ist ein super Kumpel, das weiß ich jetzt auch. Denn er stellte keine Fragen und tat exakt das, worum ich gebeten hatte. Der Abend war perfekt, und als ich gegen halb zwei morgens voll mit bestem Wein und feinstem Calvados sowie diversen Leckereien, die ich genau nach Plan aus den Thermobehältern geholt und mir selbst serviert hatte, fühlte ich mich als glücklicher Mensch und beschloss, zum ersten Mal ganz allein in Urlaub zu fahren. » ganz lesen

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publiziert am 05.09.15 in Schlafende Hunde ¦ 735x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schlafende Hunde (2)

Der Schnauzer kommt ursprünglich aus Württemberg und ist alter Herkunft, die auf den mittelalterlichen Biberhund und die einheimi-schen Schäferhunde zurückgeht. Ursprünglich benutzte man den kleinen Schnauzer im süddeutschen Raum als Stallhund, mit Eifer lauerte er Ratten und Mäusen auf, was ihm den Namen “Rattler” einbrachte. Bei der Gründung des “Pinscher-Schnauzer-Klubs” im Jahre 1895 wurde er als rauhaariger Pinscher geführt. Der Riesenschnauzer wird seit 1880 gezüchtet. Der vermutlich älteste Hinweis datiert auf das Jahr 1850: Auf einem Gemälde das die bayrische Prinzessin Elisabeth (Sissi) zeigt, ist auch ein Hund zu sehen, rauhaarig, mit schwarz/rötlichen Fell, der an den heutigen Riesenschnauzer erinnert. Heutzutage wird der Riesenschnauzer hauptsächlich als Familienhund gehalten, wofür er sehr gut geeignet ist. Er ist ein sehr wachsamer Hund, der Fremden gegenüber eher misstrauisch ist. Das meist sehr harte und drahtige Haar muss regelmäßig getrimmt und geschoren werden. Dadurch verliert der Hund aber auch sehr wenige Haare. Es gibt den Riesenschnauzer in den Farbvarianten schwarz und pfeffer-salz.

In dem Sommer als Yvonne, so hieß Wilhelms außergewöhnlich attraktive Gattin, ihren Vierzigsten beging, lud man zu einem großen Fest im Park. Es gab ein Zelt, in dem Tische für gut hundert Gäste aufs Feinste eingedeckt waren. Man hatte einen der örtlichen Zwei-Sterne-Köche verpflichtet und für das Jungvolk eine ganzen Ochsen am Spieß über einem Großfeuer gepfählt. Yvonne hatte darauf bestanden, die Party zielgruppengerecht zu gestalten, sodass sowohl die Silberrücken aus Wirtschaft, Politik und Kultur als auch die jungen Schönen etwas davon hätten. Und so spielte im Zelt ein Streichquartett Klassisches, während im hinteren Teil des Gartens, unweit des vor sich hin garenden Ochsens, eine ziemlich angesagte Cover-Band fast den ganzen Abend über die Hits der Achtziger, der Neunziger und das Beste von heute über die Lautsprechertürme abgab. Da dieser Teil des Festes unbestimmt brasilianisch angelegt war, gab es dort zudem eine Bar mit braunen Mädchen, die sich notdürftig in Gelb und Grün verhüllt hatten, und dafür zuständig waren, riesige Caipirinhas und dünnes lateinamerikanisches Bier unter die sabbernden Jungmänner sowie die eifersüchtigen Jungmädchen zu bringen. » ganz lesen

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publiziert am 03.09.15 in Schlafende Hunde ¦ 822x gelesen ¦ noch kein Kommentar

Schlafende Hunde (1)

Der Jack-Russell-Terrier ist in erster Linie ein Arbeitsterrier, ein Jagdhund. Er ist ein Hund von außerordentlicher Intelligenz. Sein Mut, sein Temperament, seine Ausdauer, sein Lauf- und Springver-mögen und nicht zuletzt sein leichtführiges Wesen machen ihn zu ei-nem außergewöhnlichen Hund. Durch seine Größe und seinen Brustumfang eignet er sich ausgesprochen gut für die Arbeit unter der Erde. Aber auch über der Erde ist er vielseitig einsetzbar. Er demonstriert auf Totsuchen genauso sein Können, wie als Stöberhund z.B. bei der Jagd auf Schwarzwild. Er ist, natürlich in seinem körperlichen Rahmen, ein guter Apporteur. Seine Wasserpassion ist sprichwörtlich und Federwild zieht ihn magisch an. Kleinen Kindern ist er in er Regel besonders zugeneigt. Herumtollen und Toben mag er und zwickende Hände erträgt er mit stoischer Gelassenheit. Er ist umgänglich, anpassungsfähig und gesundheitlich sehr robust. Er bleibt bei entsprechender Haltung bis ins hohe Alter, nicht selten 15 bis 18 Jahre, fit. Diese Eigenschaften machen ihn auch zu einem guten Familienhund.

Mein Vater hatte immer Hunde. Zuletzt einen schwarzen Labrador-Rüden namens Randy. Ich hasste diesen Köter. Er war schwarz wie die Hölle, bösartig und hinterlistig. So ganz anders als das Bild, dass die Welt vom lieben Labrador hat. Vater lebte die letzten zwanzig Jahre seines Lebens, nachdem er die Familie verlassen hatte, in einem ehemaligen Ferienhaus am Waldsee. Zum Glück mussten wir Kinder nur alle vier Wochen hin. So hatten die Richter entschieden. Rüdiger und ich wurden von Mutter zum Bahnhof gebracht. Nach zweieinhalb Stunden Zufahrt kamen wir in O. an, wo uns Vater mit seinem Kombi abholte. Ich hatte nie das Gefühl, dass er sich freute oder sich zumindest für uns interessierte. Er redete wenig. So lange wir noch Kinder waren, nahmen wir an, er lebe allein in dem Haus. Als Rüdiger schon nicht mehr mitfuhr und ich ein bisschen mehr vom Leben wusste, fand ich heraus, dass seine Lebensgefährtin an den Wochenenden meiner Besuche verschwinden musste. Mutter hatte nie darüber geredet, warum Vater gegangen war. Von einer Geliebten war nie die Rede. Aber ich bin mir sicher, dass er damals, er war bei seinem Abgang Anfang Vierzig, wegen einer viel jüngeren Frau abgehauen war. Als ich einmal, da muss ich vierzehn oder fünfzehn gewesen sein, in seiner Abwesenheit im Haus herumstöberte, fand ich in seinem Nachtschrank Kondome und Gleitcreme. Und im Bad hing ein Bikinihöschen zum Trocknen an einem Haken. » ganz lesen

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publiziert am 01.09.15 in Schlafende Hunde ¦ 1529x gelesen ¦ noch kein Kommentar

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